Konsequenz und undogmatische Kompromisslosigkeit charakterisieren die Malerei Heiner Meyers ebenso wie die Prinzipien einer »arte sull’arte«, einer Kunst, deren primäres Thema die Kunst ist. Souverän legt er in seinen Arbeiten Zitate und Adaptionen der unterschiedlichsten Provenienzen in Schichten übereinander und demonstriert damit die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. Skulpturen der griechischen Klassik, Porträts von Filmstars der 50er Jahre, Mickey Mouse und andere Comic guren, Schmetterlinge, Würfel sind immer wiederkehrende Versatzstücke der Bildersprache Meyers, die in immer neuen Konstellationen und Konfrontationen zitiert werden.

Diese subjektive Ikonogra e konstituiert sich von Bild zu Bild neu, es gibt kein verbindendes oder gar verbindliches Schema. Meyers Kunst ist stets Neuschöpfung – nie Wiederholung – sein bildnerisches Vokabular wird in jeder Arbeit auf eine andere Weise dekliniert und konjugiert. Dabei verfällt der Künstler nie der Suggestion seiner Vor-Bilder – also der Bilder, die vor seinen waren – sowohl die Stars der antiken Mythologie als auch die Star Hollywoods werden aus einer relativierenden Distanz zitiert, ihre Aura wird verarbeitet, nicht verehrt! Aus dieser Distanz zu seiner Thematik gewinnt Meyer die absolute Freiheit seiner Malerei, in der Erhabenes neben Trivialem, Vergangenes neben Gegenwärtigem, Realistisches neben Abstrahiertem, Elitäres neben Populärem auftritt.

Die Arbeiten von Heiner Meyer wurden weltweit in mehr als 200 Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt. Sein Werk ist in zahlreichen ö entlichen und privaten Sammlungen vertreten.